Illustratoren von Kästners Büchern


Erich Ohser

Erich Ohser, geboren 1903, und Erich Kästner lernten sich in den zwanziger Jahren in Leipzig kennen. Den "großen (Ohser) und den kleinen (Kästner) Erich" verband allerlei, nicht nur dass beide Sachsen waren oder ihre gemeinsamen Reisen in den späten zwanziger Jahren nach Paris und Moskau.
Kästner beschreibt seinen Freund Ohser als einen "rauflustigen Kritiker seiner Zeit". Ohser "verlachte Spießer und Heuchler, er attakierte die Bürokratie, er focht für die Freiheit des Einzelnen und gegen die Dummheit der meisten."
Die gleiche Charakterisierung, mit der hier Kästner seinen Freund Ohser beschreibt, hätte umgekehrt auch auf den jungen Erich Kästner selbst gepasst. Beide fochten mit Tusche und Feder gegen das Spießbürgerliche in ihrer Zeit - Erich Kästner als Schriftsteller und Erich Ohser mit seinen Zeichnungen.

Es wundert wenig, dass beide dabei auch aneckten. Genau wie Erich Kästner später mache Arbeit unter Pseudonymen veröffentlichte, wurde auch Erich Ohser unter einem Pseudonym bekannt: Erich Ohser aus Plauen kurz E.O.Plauen, und wurde mit seinen Vater und Sohn Geschichten berühmt.

Ohser illustrierte Kästners Gedichtbände, von ihm stammen auch zahlreiche Portraits seines Freundes Kästner (wie z.B. das nebenstehende).

Während Kästner im dritten Reich der Spagat zwischen Anpassung und Prinzipientreue leidlich gelang, hatte Ohser hier mehr Probleme: 1944 wurde er nach seiner Aussage, dass der Krieg verloren sei und dies für Deutschland vielleicht besser wäre als der Herrschaft der Nazionalsozialisten weiter ausgesetzt zu sein, wegen "zersetzender Äußerungen" verhaftet und beging am 5. April 1944, einen Tag vor seinem Prozess vor dem Volksgerichtshof, Selbstmord.

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Walter Trier

Walter Trier, der 1890 in Prag geboren wurde, gilt als der Illustrator von Kästners Kinderbüchern schlechthin.

Kästner über Trier:" Er sah die Bosheit und wurde nicht böse. Er sah die Dummheit und blieb gelassen. Er sah die Welt wie sie war und lächelte sie sich zurecht." So hätte Trier die satirischen Gedichte Kästners wohl nicht illustrieren können, "er war keiner der angreift". Obwohl "unpolitischer" als Ohser, ging Trier im 3. Reich nach England ins Exil. Er traf Kästner zu Besprechungen im Jahr 1937 in Salzburg, kurz vor dem "Anschluß" Österreichs an das deutsche Reich. Diese Treffen bildeten den Hintergrund für Kästners Roman "Der kleine Grenzverkehr".

Für Kästners Kinderbücher war Trier der ideale Illustrator und blieb dies auch bis zu seinem Tode 1951.


Horst Lemke

Nach dem Tode von Walter Trier musste für Kästners spätere Bücher ein neuer Illustrator gefunden werden und man wurde in der Person von Horst Lemke, geboren 1922 in Berlin, fündig. Das erste Kinderbuch Kästners das er illustrierte war die Konferenz der Tiere sowie später Der kleine Mann und Der kleine Mann und die kleine Miss.Weithin bekannt wurde Lemke auch mit seinen Illustrationen des Märchens Die Heinzelmännchen von Köln.

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