,,Horizonte"-Wochenende zum Thema ,,Verstehen"

Was führt zu verstehen und missverstehen? Gibt es eine vollendete Art der Kommunikation? Wie kann ich mich selbst verstehen?
Unter anderem mit diesen Fragen befasste sich das ,,Horizonte"-Wochenende der Stiftung Humanismus heute zum Thema ,,Verstehen", an dem ich vom 20. bis zum 22. November 2015 teilnahm. Dies findet regelmäßig im Martin Knoller Haus nahe des Klosters Neresheim statt.

Zusammen mit etwa 30 anderen Jugendlichen im Alter von 16-19 Jahren arbeitete ich ein Wochenende lang intensiv an den verschiedensten Texten aus unterschiedlichen Zeiten. Beispielsweise wurden neben Auszügen aus Homers ,,Ilias", Werken von Cicero und Exzerpten aus Altem und Neuem Testament auch Fragmente und Schriften von Goethe, Schiller oder Kant behandelt, die es galt zu analysieren und zu deuten. Interessant war hierbei, dass uns das Thema des Seminars nicht von Anfang an verraten wurde. Vielmehr lag es an uns Teilnehmern, das Thema anhand des Gelesenen nach und nach festzumachen.
Die Textarbeit erfolgte abwechselnd im Plenum mit allen Partizipanten und in Kleingruppen, sodass jeder einmal zu Wort kam. An sich war das Programm mit rund 70 gelesenen Texten am Ende des Wochenendes sehr umfangreich und erstreckte sich dementsprechend über den ganzen Tag bis in den Abend.

Jedoch arbeitete man nicht ausschließlich an Texten. Am Freitag wurde uns von einem Mönch die wunderschöne Abteikirche Neresheims gezeigt, die berühmt ist für ihre detailreichen Fresken und daher eine der bedeutendsten Kirchen des Spätbarocks ist.
Auch die idyllische Umgebung des Klosters Neresheim wurde in einem Nachmittagsspaziergang erkundet. Das Programm war also durchaus abwechslungsreich und ging über Interpretation und Lesen hinaus.

Zusammengefasst bleibt mir zu sagen, dass mir das Seminar in vielerlei Hinsicht etwas gebracht hat. Durch die vielen gelesenen Texte wurde der interpretatorische Blick - das genaue ,,Hinschauen" - geschult, was für viele Unterrichtsfächer hilfreich ist. Da auch immer exakte Belege am Text gefragt waren und man sich mit unterschiedlichen Meinungen auseinandersetzen musste, übte  man sich in argumentative Fähigkeiten und lernte, seinen

Standpunkt in ausgefeilter Formulierung darzulegen. Des Weiteren erfuhr ich spannende Dinge über römische und griechische Kultur und Literatur, über Philosophie und über Epochen wie Aufklärung oder Renaissance.

Alles in allem kann man also festhalten, dass das Seminar für viele Bereiche des Lebens und Lernens positiv ist und die Möglichkeit bietet, sich mit anderen interessierten Jugendlichen auszutauschen.

Marissa Rink (S1 Lateinkurs)

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