Schulkonzert Serenade

Man könnte viele Namen nennen, die diesen Abend zu dem gemacht haben, was er für alle Besucher der proppevollen Stadthalle in Eislingen gewesen ist – nämlich gemäß des überschriebenen Themas „Serenade“ ein abendliches Ständchen mit heiterem, unterhaltsamen Charakter, das zum Zurücklehnen und Genießen einlud. Diesen musikalischen Höhepunkt im Schulkalender des Erich Kästner Gymnasiums hätte man ohne den „Macher“ des Musikprofils Dieter Läßle, ohne die Stadtoberen Eislingens, ohne die Schulleitung mit Michael von Hagen, ohne die Musikfachschaft um Anette Bolz, Stephanie Kapfer, Uta Oellig und Martin Gradner, ohne den Pianisten Markus Zimpel, ohne die Kunstfachschaft von Roland Schmitt und Stefan Renner und ohne die Organisation u.a. der Bewirtung von Meike Nagel und Oberstufenschülern nicht feiern können.
Man merkt: Das Schulkonzert des Erich Kästner Gymnasiums ist ein Mammutprojekt. Monatelange Planung und eine harte Probenwoche in Ochsenhausen gehen voraus, im Unterricht muss Rücksicht auf die Abwesenheit vieler Schüler genommen und ganze Schülerströme müssen unter Aufsicht zur Generalprobe in die Stadthalle und zurück ans EKG geleitet werden. Viele sind am Ende ziemlich kaputt und müde – und doch freut man sich schon wieder auf das nächste Jahr.
Es war beeindruckend, was die Musikerinnen und Musiker dem zahlreich anwesenden Publikum an Ohrenschmaus boten. Das Schulorchester wagte sich gleich zu Beginn an Brahms` anspruchsvolle Serenade op. 11, was das zurecht gestiegene Selbstbewusstsein des Orchesters unterstrich. Und vor allem das anschließende Stück „Rey`s theme“ von John Williams stellte unter Beweis, dass die Streicher und Co wirklich etwas draufhaben.

Anschließend zeigte das Unterstufenorchester u.a. mit Werken von Händel und Schostakowitsch, dass ambitionierte und begabte Nachwuchsmusiker bereits in den Startlöchern stehen, um die zu erwartenden Lücken des großen Schulorchester durch die Abgänge einiger Abiturientinnen und Abiturienten zu füllen.
Der Unter- und Oberstufenchor beglückte die Zuhörer mit einem abwechslungsreichen Potpourri aus erfrischenden („Ohrwurm“), verträumten („Abendglöckchen“), witzigen („Lächerlich“) und populären („Let it go“) Stücken – wobei das letzte Lied aus der „Eisprinzessin“ für viele der Höhepunkt des Abends war.   

Nach der Pause ging es traditionsgemäß mit der Big Band weiter, wobei der eigentlich berührendste Moment dem Auftritt vorausging: Martin Gradner bedankte sich bei dem im Publikum anwesenden Dieter Läßle für seine jahrelange Aufbauarbeit des Musikprofils, der er leider krankheitsbedingt keine weiteren Auftritte wird folgen lassen können. So stand an diesem Abend schon zum ersten Mal nicht Dieter Läßle, sondern eben Martin Gradner als Dirigent vor der Big Band. Das Publikum dankte Dieter Läßle mit langem und lautem Applaus. Danach folgten die weiterhin auf hohem Niveau vorgetragenen Stücke der Big Band, die mit einer äußerst gelungenen Premiere aufwarten konnte: Zum ersten Mal begleitete Gesang das Tun der Bläser mit dem Hit „A night like this“.Und noch etwas war neu: Die Umbaupausen wurden von einem Percussion-Ensemble des Musikprofils der 7. Klassen genutzt, um über die Zeit zu helfen. Dies gelang den „Drummern“ äußerst gut.      Und doch bleibt am Ende eine Personengruppe übrig, die im Mittelpunkt steht, ohne die der Abend so nicht denkbar wäre: Die etwa 200 Schülerinnen und Schülern des Musikprofils. Uta Oellig und Michael von Hagen formulierten es treffend: „Liebe Eltern, seid stolz auf eure Kinder!“ bzw. „Ich bin stolz auf die Schülerinnen und Schüler des Erich Kästner Gymnasiums.“ Und das kann man bei allem immer mal wieder angebrachten Ärger und zeitweise berechtigter Kritik auch sein: Stolz auf eine begeisterungsfähige, motivierte, talentierte und engagierte Schülerschaft! 

S. Weber

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