Das Schiff des EKGs bleibt weiter auf gutem Kurs

In einer renommiert besetzten Feier wird der neue Schulleiter Herr Stephan Arnold offiziell ins Amt eingesetzt
Man findet dieses Bild in der deutschen Geschichte immer wieder: Bismarck geht als Kapitän von Bord, Merkel kommandiert von der Brücke aus oder Kohl gibt als Steuermann die Richtung vor. Selbst in der Literatur stellt dies eine beliebte Metapher dar. Kafka schrieb etwa eine Parabel „Der Steuermann“. Allen Bildern ist gemeinsam, dass es eine Person gibt, die aus einer Mannschaft heraussticht und den Kurs bestimmt. Dabei kann diese Person ein Reichs- bzw. Bundeskanzler sein und die Mannschaft ein Bundeskabinett oder gar ein Volk.
Im vorliegenden Fall geht es zwar nicht um nationale oder gar globale Politik, aber im lokalen Sinn durchaus um Bedeutendes. Der Kapitän ist der neue Schulleiter des Erich Kästner Gymnasiums in Eislingen, Herr Stephan Arnold.
Am vergangenen Dienstag, dem 29.11., wurde Herr Arnold offiziell in sein Amt eingesetzt. Dazu waren alle daran beteiligten Personen in die Mensa des Eislinger Gymnasiums eingeladen. Die Big Band unter der Leitung von Martin Gradner umrahmte den Nachmittag dabei musikalisch und bewies – ganz den Erwartungen des Musikprofils entsprechend – instrumentales Talent. Den ebenfalls vollauf gelungenen vokalen Beitrag lieferten die Musiklehrer mit dem acapella vorgetragenen „Earth Song“ von Michael Jackson.

Musiklehrerchor

Kurzweilige Reden standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Nach der Begrüßung der ebenfalls neuen stellvertretenden Schulleiterin Marlies Rommel war es der Vertreter des Regierungspräsidiums Herr Frenzel, der als Schulreferent zuerst das Mikrofon ergriff. Er verwies in seinen Worten auf die umfänglichen Aufgaben eines Schulleiters, die gerade in der Anfangszeit viel Arbeit und Stress, am Ende eines Tages aber hoffentlich auch Erfüllung bedeuteten. Es sei vor allem die Kommunikationskompetenz, die als Tugend gefordert sein werde. In dem anspruchsvollen Auswahlverfahren habe Herr Arnold alle maßgeblichen Anforderungsprofile eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sodass aus der Sicht des Regierungspräsidiums das EKG mit Herrn Arnold für die nächsten Jahre sehr gut aufgestellt sei. Und nebenbei bemerkte er zu seinem Bedauern, dass er heute zum allerersten Mal die EKG-BigBand live erlebe und nun wisse, was er bisher verpasst habe.

Herr Oberbürgermeister Heininger unterstrich in seinem Redebeitrag die Bedeutung der Schule als „Zukunftswerkstatt“ und damit die Notwendigkeit, Visionen zu entwickeln und die Schule auf die durch die neue Arbeitswelt und die schnelle gesellschaftliche Entwicklung vorgegebenen Anforderungen einzustellen. Er ließ dabei keinen Zweifel daran, dass der Schulträger, die Gemeinde Eislingen, dies in höchstem Maße unterstützen werde. Am Ende überreichte Klaus Heininger Herrn Arnold ein „Gesundheitspaket“ mit original Eislinger Produkten.

Die Schulleiter der Eislinger Schulen skizzierten typische Problemfelder in der Arbeit als Chef einer Schulgemeinschaft, um Herrn Arnold auf seine zukünftige Arbeit gut vorbereitet zu sehen. Stundenplangestaltung, Personalmangel oder Elterngespräche fanden dabei Erwähnung. Am Ende lag die Betonung auf einer guten Zusammenarbeit und Kooperation zwischen Gymnasium, Realschule, Gemeinschaftsschule und dem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum.

Danach fanden die Gremien des EKGs Gehör: SMV, Elternbeirat und ÖPR. Herr Lay als Elternvertreter betonte die Wichtigkeit und die Bedeutung des Gymnasiums als Schulart und als Standortfaktor für eine Gemeinde. „Wir überlassen Ihnen das Kostbarste, was wir haben: Unsere Kinder“, so Thomas Lay, und unterstrich damit zurecht die Verantwortung aller am Schulleben Beteiligten, die Schülerinnen und Schüler bestmöglichst zu fordern und zu fördern.

Alexandros Avtzis als Schülersprecher verwies in seiner Rede auf die alten Griechen, die nicht nur als Philosophen oder Mediziner bis heute von sich reden machten, sondern auch, weil ihnen klar war, dass allein der Erwerb von Wissen nicht ausreiche. Ehrgefühl und Mitmenschlichkeit gehören genauso dazu und das EKG bündele dies im Schulmotto „Respekt“. Gemäß diesem Motto wünsche und erhoffe er sich eine gute Zusammenarbeit für die SMV mit der Schulleitung. „Und die ersten Wochen haben gezeigt, dass sich Herr Arnold nicht nur als Biologielehrer für den Aufbau einer Zelle begeistern kann, sondern auch für die außerunterrichtlichen Belange der Schülerschaft.“

Frau Janke als Vorsitzende des ÖPRs betonte das Bild des Kapitäns einer Mannschaft. „Wir als Kollegium unterstützen Sie gerne dabei, das Schiff auf Kurs zu halten und schwierige Klippen zu umfahren. Wir sagen noch einmal „Herzlich Willkommen am EKG“.

Last but not least war es Herr Arnold selbst, der abschließend das Wort an das Publikum richtete. Er betonte die herzliche Aufnahme am EKG und hob in seiner Rede seine Eltern, seinen Lebensgefährten und als Förderer und Ratgeber seinen ehemaligen Schulleiter vom Rechberg-Gymnasium in Donzdorf, Herrn Fischer, hervor. Er vergaß jedoch nicht, die großen Fußstapfen seines Vorgängers, des anwesenden Herrn von Hagens, zu erwähnen. „Ich weiß, in welch hohem Maß Sie sich um das EKG verdient gemacht haben. Ich werde mich bemühen, Ihre Fußstapfen auszufüllen.“ Gleichzeitig sei es jedoch auch nötig, seinen eigenen Weg zu finden und zu wagen.       

So darf nun Herr Arnold in den nächsten Jahren das EKG durch hoffentlich ruhige Gewässer bringen. Sollte einmal ein Sturm aufziehen, so kann er sich gewiss sein, dass eine motivierte Mannschaft in Form des Kollegiums, der SMV, des Elternbeirats, der Stadt Eislingen, des Regierungspräsidiums und der Schulleiterkollegen hinter ihm steht. So können zum Beispiel schwierige Reformen gemeinsam gelöst und umschifft werden. Dass alle Beteiligten dies Herrn Arnold zutrauen, hat dieser „Einsetzungsnachmittag“ deutlich gezeigt.
Stefan Weber

Fotos: S. Renner, R. Schmitt

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