S1 besucht die Ausstellung „Körperwelten und der Zyklus des Lebens“

Es begann alles mit der Idee, mit den Biologiekursen von Herrn Maier und Frau Dorsch zu Gunther von Hagens Ausstellung „Körperwelten“ zu fahren, da diese Ausstellung in Bad Cannstatt residierte…

Zu den zwei Biologiekursen stieß noch der Kurs von Frau Wahl hinzu und schließlich auch der Kurs von Herrn Arnold, sodass plötzlich alle am EKG vorhandenen Biologiekurse der S1 einen Ausflug zu der Ausstellung „Körperwelten“ planten. Damit aber nicht genug, denn schließlich gab es nur noch knapp 15 Schüler, die aus der ganzen S1-Stufe an keinem Biologiekurs teilnahmen…also wurden diese restlichen Schüler gleich mitgenommen, sodass es plötzlich kein Ausflug der Biologiekurse mehr war, sondern ein Ausflug der kompletten S1 des EKG!

Am 09.05.2017 sollten sich alle Schüler um 9.15 Uhr in Stuttgart-Bad Cannstatt vor der Schleyerhalle einfinden – und entgegen der Erwartung der Lehrer, dass sicherlich der eine oder andere plötzlich krank geworden sein oder den Zug verpasst haben könnte, waren alle 81 Schüler anwesend und pünktlich! Diese Zuverlässigkeit hatten die Lehrer selten erlebt und waren positiv überrascht!

Die Ausstellung, in der über „200 einzigartige Plastinate, darunter viele Ganzkörperplastinate“ gezeigt wurden, weckte sicherlich unterschiedliche Gefühle: Gleich zu Beginn sah man Embryos aus verschiedenen Schwangerschaftswochen und eine Mutter mit Kind im offen gelegten Bauch. Wer nicht wollte, konnte diesen Raum auslassen, denn die Vorstellung, dass hier tote präparierte Menschen zu sehen waren, musste auch erst einmal begriffen und verdaut werden. Doch im Fokus der Ausstellung stand nun einmal „der menschliche Körper und seine Veränderung im Lauf der Zeit, von der Zeugung bis ins hohe Alter“[1] – Embryonen und Babys gehören dann auch dazu.

Bei einigen Präparaten fiel es schwer, diese mit einem wirklichen Menschen in Verbindung zu bringen, da sie durch die fehlende Haut und die Trennung der Organe fast schon künstlich erschienen.  Aber alle „in der Ausstellung gezeigten Präparate [waren] echt. Sie stammen von Menschen, die zu Lebzeiten darüber verfügt haben, dass ihr Körper nach ihrem Ableben für die Ausbildung von Ärzten und interessierten Laien zur Verfügung stehen soll“.

Ein komisches, aber faszinierendes Gefühl blieb, denn kein Biologiebuch kann einem das Leben bzw. den menschlichen Körper so nah bringen und veranschaulichen, wie diese Ausstellung.
K. Dorsch

 


[1] Zitate sind dem Flyer zu Körperwelten entnommen. Weitere Infos unter www.koerperwelten.de

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