Werkstattkonzert

Man lerne: Oboen werden krank. Und andere Instrumente auch. Sie sind krank und einfach nicht da. Dafür andere, die einspringen zum Gelingen des Ganzen. Zum Teil hat man erst kurz vor dem Konzert erfahren, dass man Partien zu spielen hat, die nicht eingeübt waren. Allein dies gibt schon Aufschluss darüber, dass talentierte Musiker hinter den Instrumenten stehen und spielen können. Eingeladen hatte die Musikfachschaft des Erich Kästner Gymnasiums zum „Werkstattkonzert“ in die Eislinger Stadthalle.
Zahlreiche Gäste waren gekommen, um sich von dem Können der Musikprofilschülerinnen und –schülern zu überzeugen. Schulleiter Stephan Arnold kündigte in seiner Begrüßungsrede bereits an, dass es darum ginge, den derzeitigen Leistungsstand der musikalischen Talente abzubilden. „Verzeihen Sie deswegen den ein oder anderen krummen Ton. Es ist kein Abschlusskonzert, das wir hier zu hören bekommen. Das folgt im nächsten Schuljahr wie immer im März.“

Begrüßung durch den Schulleiter
Percussiongruppe

Ja, es waren Disharmonien zu hören. Gerade die jungen Streicher haben es schwer, weil die Instrumente ihnen alles abverlangen. Der Bogen muss richtig gehalten und gestrichen werden, was Körperhaltung erfordert. Und dann sind ja da noch die Töne, die getroffen werden müssen. Gar nicht so einfach. Trotzdem schlugen sie sich tapfer. Und vor allem folgte das Publikum der Bitte von Stephan Arnold und spendete trotz schiefer Töne lauten Beifall.
Insgesamt zeigten die Bläser- und Streichergruppen der Klassen 5 bis 10 sowie das Unterstufen- und Schulorchester, was in ihnen steckt und was man von ihnen noch erwarten darf. Die Cajón-Gruppe sorgte für einen spritzigen Auftakt und die Gesangseinlagen der Musikprofilklassen für das Highlight des Abends. Vor allem Coldplays „Viva la vida“ wusste zu überzeugen.

Bläsergruppe Kl.5
Bläsergruppe Kl.6
Bläsergruppe Kl.7
Streichergruppe Kl.5
Streichergruppe Kl.6
Streichergruppe Kl.7
Singklasse
Musikprofil Kl.8
Musikprofil Kl.9
Musikprofil Kl.10
Unterstufenorchester
Schulorchester

Neben der musikalischen Bühnenerfahrung geht es auch darum, mit Lampenfieber zurechtzukommen, mit dem Mikrofon umzugehen, den eigenen Auftritt anzumoderieren und Sozialkompetenz zu beweisen, indem man Rücksicht auf andere nimmt oder beim Umbauen hilft.   

Am Ende fiel es gar nicht ins Gewicht, dass einige Instrumente krank waren. Hätte man es gar nicht erwähnt, wäre es nicht aufgefallen. Das Engagement und das Können der Schülerinnen und Schüler sowie der Musikfachschaft des Erich Kästner Gymnasiums fingen dies gut auf und überzeugten alle Zuhörer, sodass Stephan Arnold am Ende symbolisch eine „Merci-Packung“ für einen schönen Abend übergab.Stefan Weber

Fotos: R.Schmitt

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