Baustellenbesuch

Donnerstagmorgen um 7.02 Uhr: Zwei orangefarbene Kastenwagen biegen in die Talstraße 50 in Eislingen ein…wer solch orangefarbene Fahrzeuge in Eislingen sieht, weiß meist sofort, dass diese der Firma Stahlbau Nägele zugehörig sind. Am Steuer der beiden Fahrzeuge sitzen Herr Hiller und Herr Köhlnhofer, zwei Mitarbeiter von Stahlbau Nägele, um freundlicherweise direkt am EKG 8. Klässler des NwT-Trimesters „Brückenbau“ (in Begleitung von Frau Dorsch und Herrn Grünewald) abzuholen. Geplant ist eine Exkursion zur Großbaustelle der Firma Grüner in Merklingen – einer Zulieferfirma für Automobilindustrie. Es ist somit nicht verwunderlich, dass der Produktionsstandort nahe der A8 gelegen ist, um schnell die benötigten Teile über die Autobahn an die entsprechenden Firmen liefern zu können. Schon vor der ersten Stunde (mit teils verschlafenden Schülergesichtern) fahren wir also los – und um 8.05 Uhr erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein die Baustelle.

Die für die Firma Grüner entstehende Halle soll ca. 7000m2 umfassen und ca. 1.000 Tonnen Stahl werden dort dabei verbaut. Die entsprechenden Stahl-Bauteile werden dazu in Eislingen gefertigt und nach Bedarf nach Merklingen transportiert. In knapp einem Jahr reiner Bauzeit soll die Halle samt Außenanlagen und Innenausbau fertiggestellt sein.

Stahlgerüst der Halle
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Nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung werden wir mit Helmen und Sicherheitswesten ausstaffiert, denn die Bauarbeiter sind schon schwer am Arbeiten und immer wieder fahren LKWs an uns vorbei, laden Stahlteile ab, die dann per Kran an die für sie vorgesehenen Stellen gehievt werden.

Das Gute an solchen Großbaustellen ist, dass dort die Theorie des Unterrichts praktisch veranschaulicht werden kann. Fragen wie „Wo und wie wird Beton verbaut, wie werden Stahlstreben eingebaut, welche unterschiedlichen Stahlformen (verzinkt, beschichtet…) gibt es und wozu nimmt man Kreuzverbände?“ können hier sofort beantwortet werden. Herr Hiller und Herr Köhlnhofer demonstrieren zudem anschaulich mit Meterstäben die verschiedenen Kräfte, die auf die Baumaterialien einwirken. Stahl hält beispielsweise zwar sehr gut Zugkräften stand, ein großes Problem ist jedoch, dass er bei Feuer nach nur knapp 20min weich wird und somit nachgibt. Durch verschiedene Brandschutzanstriche kann jedoch diese Zeit verlängert werden, sodass – je nach Brandschutzanforderung – z.B. bei F30 der Stahl 30 min gegen Feuer resistent ist, bevor er dann seine Tragfähigkeit verliert.

Highlight des Ausfluges ist sicherlich die Fahrt mit der Hebebühne über das ca. 12m hohe Stahlgerüst. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte die Fahrt lieber sein lassen…

Um 9.30 Uhr treten wir die Rückfahrt an – ein wenig verspätet, denn um 10.10 Uhr beginnt ja für alle die 4. Stunde…aber bei mittlerweile 27°C Außentemperatur würden viele Schüler lieber noch länger im klimatisierten Auto bleiben.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Hiller und Herrn Köhlnhofer für die Organisation!

Bei Interesse an Praktikums-, Ausbildungs- oder Studienplätzen für duale Studiengänge ist Stahlbau Nägele sicher ein guter Ansprechpartner! Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich gerne melden! www.stahlbau-naegele.de

Katharina Dorsch

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