10. Klassen in Straßburg

Wie es bereits langjährige Tradition am EKG ist, brachen die Klassen 10 am Mittwoch, 21.06., bzw. Donnerstag, 22.06., nach Straßburg für eine eintägige Exkursion auf. Auch wenn die Exkursion bei 36 Grad nicht unter den besten Voraussetzungen stand, zeigten sich die Schülerinnen und Schüler größtenteils motiviert. Egal ob Unterricht an einem außerschulischen Lernort oder projektorientierte Methode, bei der die Schülerinnen und Schüler selbständig Kurzreferate präsentierten – die Begriffe „Utopie“ und „Distopie“ zogen sich wie ein Roter Faden durch die Geschichte der Stadt. Während mit „Utopie“ ein positives Wunschdenken oder eine Idealvorstellung der Zukunft gemeint ist, kehrt die „Distopie“ deren mögliche negative Aspekte und Angstvorstellungen nach außen.

Hierfür bietet sich besonders die „Stadt Europas“ – Straßburg – an, da sich hier viele Orte und Monumente finden, an denen sowohl utopische als auch distopische Elemente zu entdecken sind.

So symbolisiert beispielsweise der Engelspfeiler im Straßburger Münster auf der einen Seite die Utopie eines paradiesischen Lebens im Jenseits, andererseits verweist die direkt gegenüberliegende Astronomische Uhr auf die Endlichkeit des diesseitigen Lebens und erinnert somit im Sinne von „memento mori“ an die eigene Sterblichkeit. Diese technisch hoch ausgeklügelte Uhr wirkt somit als negativer Gegenpol zum Engelspfeiler.
Auf diese Weise wurde den Schülerinnen und Schülern nicht nur deutlich, dass an nahezu jedem Ort in Straßburg die „zwei Seiten einer Medaille“ beleuchtet, sondern auch viele Bezüge zu Europa hergestellt werden können. Dies wurde augenscheinlich beim Besuch der Europabrücke, die nicht nur offensichtlich die beiden Länder Deutschland und Frankreich miteinander verbindet, sondern auch als Symbol für deren Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg steht. Die über diese beiden Länder hinausgehende Verbundenheit innerhalb Europas spiegeln wiederum der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und das Europäische Parlament wider.

Als abschließendes Fazit lässt sich festhalten, dass Straßburg aufgrund seiner bewegten Stadtgeschichte und deren vielschichtiger Deutungsmöglichkeiten auf jeden Fall eine Reise wert ist! 
Gabriele Moll, Lisa-Elena Schönle

 

 

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