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Total vernetzt! - Eislinger Präventionswoche

„Manno! Lösch das Video sofort wieder!“ Lisa ist sauer, weil ihr Bruder Henrik sie in einem wütenden Moment mit dem Smartphone gefilmt hat. Aber er hebt das Video lieber auf: „Wer weiß, für was ich das noch gebrauchen kann!“. Viele alltägliche Szenen aus dem Medienalltag von Jugendlichen brachte das Ludwigsburger Theaterteam „Q-rage“ zu Beginn der Eislinger Präventionswoche auf die Bühne der Stadthalle. In ihrem Stück „Total vernetzt – Und alles klar?!“ ließen die Schauspieler Sandra Hehrlein und Jörg Pollinger keinen Fall aus: Der Download von Musik, das Kopieren eines Referates und das Posten von peinlichen Fotos, alle gängigen Rechtsfragen zum Handygebrauch wurden geschickt zu Szenen verwoben. Zwischendurch verließen die beiden Darsteller die Rollen des interaktiven Theaterstücks. So konnten sie als Moderatoren mit den Siebtklässlern aller Eislinger Schulen, die zu den Aufführungen gekommen waren, ins Gespräch zu kommen. Wie ist das, wenn man Videos mit Gewaltdarstellungen weiterschickt? „Wie wird man bestraft?“ fragte Sandra Hehrlein in die Runde. Thaddäus aus dem Erich Kästner Gymnasium war sich nicht sicher, ob die Polizei das Smartphone wegnehmen darf. Gut, dass Polizeihauptmeister Ralf Liebknecht dabei war, den die Jugendlichen alles fragen können.

„Das Handy kann ein Tatmittel sein, sozusagen eine Tatwaffe“, stellte er klar, und dann könne es auch konfisziert werden. Beleidigung, Verleumdung, Nötigung, all das könnten Straftatbestände sein, wenn Gewalt und Hass im Netz verbreitet werden. Schon ab zehn Jahren sei man dabei für seine Taten verantwortlich. Er empfahl, nur das zu schreiben und zu schicken, was man selbst auch über sich selbst lesen oder hören möchte. Wem kann man vertrauen im Netz? Und wem seine Adresse weitergeben? Lisa auf der Bühne war da ganz naiv und wollte sich mit einem Jungen treffen, dem ihr Bild auf Instagram gefallen hat. Aber davon rieten nicht nur der Bruder, sondern auch die Jugendlichen im Saal ab. Henrik hingegen kämpfte mit den Reaktionen auf ein peinliches Foto von sich, das im Netz kursiert. Die Schüler waren sich einig: Da hilft nur Vorbeugung. Und der Polizist Ralf Liebrecht brachte es auf den Punkt: „Eure Bilder und Daten sind so persönlich wie eine Zahnbürste: Mit wem würdet ihr die teilen?“

Text & Bilder: D. Weber

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