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Was ist Glück? – S1-Bio-Kurs von Frau Dorsch auf der Suche nach einer Antwort in Heidelberg

Als 2017 die Körperweltenausstellung zum Thema „Anatomie des Glücks“ eröffnet wurde, hatten die S1-BiologieschülerInnen die Möglichkeit, am Wettbewerb zu der Frage „Was ist Glück?“ teilzunehmen, der im Rahmen der Ausstellungseröffnung stattfand. So mussten sich die SchülerInnen also selbst darüber Gedanken machen, was für sie Glück bedeutet. Die Antworten wurden als Wettbewerbsbeitrag eingereicht – und immerhin gewannen sie einen Besuch durch die Ausstellung mit Führung durch eine Medizinstudentin.
Selbstverständlich musste der Gewinn eingelöst werden, und so machte sich der Bio-Kurs mit Frau Dorsch am Mittwoch, den 17.01.2018 mit der Bahn auf den Weg nach Heidelberg. Wie so üblich gab es natürlich Zugverspätungen…Anschlusszüge wurden verpasst und spontan mussten neue Zugverbindungen her – mit einer Stunde Verspätung kamen alle um 13 Uhr im Alten Hallenbad in Heidelberg an und Laura, Medizinstudentin in Heidelberg, erwarte alle schon.

„Die Dauerausstellung widmet sich [ ] nicht nur der Anatomie des Menschen, seinen Organfunktionen sowie Fragen rund um das Thema Gesundheit, sondern auch seiner Anatomie des Glücks. Rund 200 einzigartige Exponate und begleitende interaktive Stationen, an denen [alle Besucher] ihrem Glück auf die Spur kommen können, offenbaren [allen] die wunderbare Komplexität des Körperinneren und sensibilisieren sie für den eigenen Körper und ihr Glück.“

So bekamen alle nicht nur Exponate von Sportlern wie einem Bogenschützen, Eisläufer, Basketballer, Wellenreiter oder Fußballspielern zu sehen, sondern auch ein fliegendes Schwein hing von der Decke, um von allen Seiten die Ähnlichkeit des Muskelaufbaus von Mensch und Tier zu demonstrieren. Neben den Exponaten waren aber auch die Zusatzinformationen, die Laura lieferte, interessant: Um solch ein Exponat anfertigen zu können, müssten zunächst die Verwesungsprozesse des Körpers gestoppt werden – danach dauere es fast ein Jahr, bis dem Körper alle Flüssigkeiten entzogen seien und er durch flüssigen Kunststoff zum Haltbarmachen fertiggestellt sei. Weitere 1.500 Arbeitsstunden brauche es, bis der „Körper“ dann in gewünschter Pose in Stellung gebracht sei – auch ein prägnanter Gesichtsausdruck werde präpariert, da diesen die Ausstellungsbesucher wohl einfordern.
Zu den Ganzkörper-Exponaten waren aber auch die ausgestellten Organe, Nerven- und Blutbahnen sehenswert. V.a. die Gegenüberstellung von gesunden und kranken Organen und Darstellungen von künstlichen Herzklappen waren beeindruckend. So erfuhren die SchülerInnen z.B. auch, dass mittlerweile so komprimierte künstliche Herzklappen über Venen zum Herzen transportiert werden können, die dann erst am Herz geöffnet werden müssen.
Die interaktiven Stationen lockerten die Ausstellung auf und eröffneten den SchülerInnen die Möglichkeit, selbst etwas zur Ausstellung beizutragen oder direkt etwas über ihren eigenen Körper zu erfahren. So gab es z.B. eine „Bevor ich sterbe“-Wand: Hier hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, diesen Satzanfang mit ihren eignen Wünschen zu vervollständigen. Auch Übungen zum Lachen – denn Lachen ist die beste Medizin – konnten angeschaut werden. Und auch das Innere des eigenen Körpers konnte mithilfe eines PC-Programms „gesehen werden“. „Das Glück wohnt in uns“ – dieses Zitat von Dr. Angelina Whalley, neben Dr. Gunther von Hagens Mitbegründerin der Ausstellung, kann somit sicherlich nach dem Besuch der Ausstellung in doppelter Hinsicht gedeutet werden: Sowohl der Körper des Menschen ist ein Glücksfall – als auch jeder seines eigenen Glückes Schmied ist – denn jeder kann sein Leben selbst gestalten und muss für sich selbst beantworten, was denn Glück ist.

Text: Katharina Dorsch

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